Lawinenvorhersage für Montag, 12. Jänner 2026.
Triebschneeansammlungen bilden die Hauptgefahr. Sie können leicht ausgelöst werden.
Den ganzen Tag gilt über der Baumgrenze mäßige Lawinengefahr, also Gefahrenstufe zwei, darunter geringe Lawinengefahr, also Gefahrenstufe eins.
Den ganzen Tag über der Baumgrenze müssen wir auf ein Triebschnee-Problem achten. Dies in allen Expositionen.
Die frischen Triebschneeansammlungen können von einzelnen Wintersportlern leicht ausgelöst werden. Die Gefahrenstellen liegen vor allem an den Expositionen Südwest über Nord bis Südost oberhalb der Waldgrenze sowie an steilen Südhängen oberhalb von rund 2400 m. Lawinen sind oft eher klein. Sie können vor allem in schattigen, windgeschützten Lagen den schwachen Altschnee mitreißen und mittlere Größe erreichen. Wummgeräusche und Risse beim Betreten der Schneedecke können auf die Gefahr hinweisen. Fernauslösungen sind vereinzelt möglich, besonders in der Höhe. Vorsicht vor allem an Felswandfüßen und hinter Geländekanten sowie in Rinnen und Mulden. In den an die Gefahrenstufe 3, "erheblich" angrenzenden Gebieten sind die Gefahrenstellen häufiger und größer. Nebst der Verschüttungsgefahr sollte auch die Mitreiß- und Absturzgefahr beachtet werden.
Und nun zur Schneedecke:
In den letzten Tagen fielen bis zu 30 cm Schnee. Mit teils stürmischem Wind wachsen die Triebschneeansammlungen weiter an. Die frischen Triebschneeansammlungen überlagern v.a. an steilen Schattenhängen eine schwache Altschneedecke. Die Altschneedecke ist kantig aufgebaut. Die verschiedenen Triebschneeansammlungen sind teilweise schlecht miteinander verbunden. Die Schneedecke ist allgemein kleinräumig sehr unterschiedlich. Es liegt in allen Höhenlagen für die Jahreszeit wenig Schnee.
Wir finden die folgenden Gefahrenmuster: gm.6: lockerer schnee und wind, gm.5: schnee nach langer kälteperiode.
Die Tendenz für Dienstag, 13. Jänner 2026 lässt eine gleichbleibende Lawinengefahr erwarten.