Lawinenvorhersage für Mittwoch, 28. Jänner 2026.
Nachmittag: Die Lawinengefahr liegt im obersten Bereich der Gefahrenstufe 3, "erheblich". Heikle Lawinensituation.
Den ganzen Tag gilt über der Baumgrenze erhebliche Lawinengefahr, also Gefahrenstufe drei, darunter geringe Lawinengefahr, also Gefahrenstufe eins.
Den ganzen Tag über der Baumgrenze müssen wir auf ein Altschnee-Problem achten. Vor allem in den Expositionen West über Nord bis Ost.
Mit Neuschnee und Wind steigt die Lawinengefahr im Tagesverlauf an. Der Neuschnee und die während dem Schneefall entstehenden Triebschneeansammlungen werden an West-, Nord- und Osthängen oberhalb der Waldgrenze auf eine schwache Altschneedecke abgelagert. Dies vereinzelt auch an Südhängen in der Höhe. Lawinen können besonders dort im kantig aufgebauten Altschnee ausgelöst werden. Dies bereits mit kleiner Belastung. Lawinen sind meist mittelgroß. Fernauslösungen sind möglich. Die spontane Lawinenaktivität nimmt mit dem Einsetzen der Schneefälle zu. Die Gefahrenstellen sind weit verbreitet und kaum zu erkennen. Anzahl und Größe der Gefahrenstellen nehmen mit der Höhe zu. Einzelne Gefahrenstellen liegen auch im Bereich der Waldgrenze. Spontane Lawinenabgänge sowie Wummgeräusche und Risse beim Betreten der Schneedecke sind Alarmzeichen und weisen auf die Gefahr hin. Die aktuelle Lawinensituation erfordert Vorsicht und Zurückhaltung.
Und nun zur Schneedecke:
Seit Samstag fielen bis zu 40 cm Schnee. Es fallen 25 cm Schnee, lokal auch mehr. Mit böigem Wind aus südlichen Richtungen entstehen weitere Triebschneeansammlungen. Diese überlagern oberhalb der Waldgrenze eine schwache Altschneedecke. Die Altschneedecke ist kantig aufgebaut und schwach. Dies besonders in schattigen, windgeschützten Lagen. Die Altschneedecke ist kleinräumig sehr unterschiedlich.
Wir finden die folgenden Gefahrenmuster: gm.5: schnee nach langer kälteperiode, gm.6: lockerer schnee und wind.
Die Tendenz für Donnerstag, 29. Jänner 2026 lässt eine steigende Lawinengefahr erwarten.