Lawinen.report

Mittwoch 16.12.2020

Veröffentlicht am 15.12.2020 um 17:00


Gefahrenstufe

2200m
Lawinenproblem
Altschnee
2200m
Triebschnee
2200m


Schwachschichten im unteren Teil der Schneedecke erfordern Vorsicht und Zurückhaltung.

Ausgeprägte Schwachschichten im unteren Teil der Schneedecke können von einzelnen Wintersportlern ausgelöst werden. Vorsicht vor allem an steilen Schattenhängen oberhalb von rund 2200 m sowie an steilen Sonnenhängen oberhalb von rund 2600 m, auch an eher schneearmen Stellen sowie an Übergängen von wenig zu viel Schnee wie z.B. bei der Einfahrt in Rinnen und Mulden. Lawinen sind sehr vereinzelt groß.
Die frischen und älteren Triebschneeansammlungen sollten vorsichtig beurteilt werden, vor allem in Kammlagen, Rinnen und Mulden oberhalb von rund 2200 m. Diese können teilweise von einzelnen Wintersportlern ausgelöst werden. Vor allem in den Föhngebieten wuchsen die Triebschneeansammlungen nochmals an. Die frischen und schon etwas älteren Triebschneeansammlungen sind teils überschneit und damit nur schwierig erkennbar. Vorsicht im Bereich der Waldgrenze. Die neueren Triebschneeansammlungen liegen teilweise auf Oberflächenreif.
An steilen Grashängen sind Gleitschneelawinen möglich, vor allem solche mittlerer Größe, besonders an sehr steilen Sonnenhängen unterhalb von rund 2600 m.
Die aktuelle Lawinensituation erfordert Erfahrung in der Beurteilung der Lawinengefahr und eine vorsichtige Routenwahl.

Schneedecke

gm.1: bodennahe schwachschicht
gm.8: eingeschneiter oberflächenreif

Der obere Teil der Schneedecke ist recht homogen, mit einer lockeren Oberfläche. In den letzten Tagen entstanden an allen Expositionen teils störanfällige Triebschneeansammlungen, v.a. an kammnahen Schattenhängen. Die Triebschneeansammlungen liegen im Bereich der Waldgrenze teilweise auf Oberflächenreif.
Die Altschneedecke ist stellenweise störanfällig, v.a. an steilen Schattenhängen. Der untere Teil der Schneedecke ist kantig aufgebaut und schwach. Lawinenabgänge und Stabilitätstests bestätigen den ungünstigen Schneedeckenaufbau. Wummgeräusche und Risse beim Betreten der Schneedecke sind deutliche Zeichen eines schwachen Schneedeckenaufbaus. Der obere Teil der Schneedecke ist feucht, v.a. an sehr steilen Sonnenhängen sowie in tiefen und mittleren Lagen.

Tendenz

Kaum Rückgang der Gefahr.


Gefahrenstufe

2600m
Lawinenproblem
Gleitschnee
2600m
Triebschnee
Waldgrenze


Vorsicht in Hängen mit Gleitschneerissen. Triebschnee beachten.

Die Gefahr von Gleitschneelawinen bleibt bestehen. An sehr steilen Grashängen und an Sonnenhängen sind weiterhin Gleitschneelawinen möglich, auch recht große. Exponierte Teile von Verkehrswegen können besonders in den schneereichen Gebieten vereinzelt gefährdet sein. Zonen mit Gleitschneerissen sollten gemieden werden.
Die Triebschneeansammlungen der letzten Woche müssen vor allem an den Expositionen West über Nord bis Ost vorsichtig beurteilt werden. Diese liegen vor allem an kammnahen Schattenhängen auf einer ungünstigen Altschneeoberfläche, Vorsicht auch im Bereich der Waldgrenze. Die neueren Triebschneeansammlungen liegen teilweise auf Oberflächenreif.

Schneedecke

gm.2: gleitschnee
gm.6: lockerer schnee und wind

Der obere Teil der Schneedecke ist recht homogen, mit einer lockeren Oberfläche. In den letzten Tagen entstanden an allen Expositionen teils störanfällige Triebschneeansammlungen, v.a. an kammnahen Schattenhängen. Die Triebschneeansammlungen liegen im Bereich der Waldgrenze teilweise auf Oberflächenreif.
Die Altschneedecke ist stellenweise ungünstig. Der untere Teil der Schneedecke ist kantig aufgebaut und schwach. Bodennahe Schwachschichten können sehr vereinzelt noch ausgelöst werden.

Tendenz

Kaum Rückgang der Gefahr.


Gefahrenstufe


Lawinenproblem
Gleitschnee
Triebschnee
Waldgrenze


Triebschnee vorsichtig beurteilen. Es sind weiterhin Gleitschneelawinen möglich.

Mit dem Niederschlag sind einzelne Gleitschneelawinen möglich, auch mittelgroße.
Die frischen Triebschneeansammlungen sollten vor allem an den Expositionen West über Nord bis Ost oberhalb der Waldgrenze vorsichtig beurteilt werden. Anzahl und Größe der Gefahrenstellen nehmen mit der Höhe zu.
Skitouren erfordern Erfahrung in der Beurteilung der Lawinengefahr und eine vorsichtige Routenwahl.

Schneedecke

gm.2: gleitschnee

Die Neuschneeauflage ist recht homogen, mit einer lockeren Oberfläche. Der untere Teil der Schneedecke ist feucht, besonders in tiefen und mittleren Lagen. Mit mäßigem Wind entstanden in den letzten Tagen Triebschneeansammlungen, v.a. in Kammlagen, Rinnen und Mulden. Dies oberhalb der Waldgrenze.

Tendenz

Die Lawinengefahr bleibt bestehen.


Gefahrenstufe


Lawinenproblem
Altschnee
Triebschnee


Alten Triebschnee kritisch beurteilen.

Die Triebschneeansammlungen der letzten Tage müssen vor allem an den Expositionen West über Nord bis Ost oberhalb der Waldgrenze vorsichtig beurteilt werden. Die Triebschneeansammlungen sind teilweise noch schlecht mit dem Altschnee verbunden.
Lawinen können stellenweise in tiefen Schichten ausgelöst werden und vereinzelt groß werden. Dies aus sehr steilen noch nicht entladenen Einzugsgebieten in hohen Lagen und im Hochgebirge, besonders an Übergängen von wenig zu viel Schnee. Dies vor allem mit großer Belastung.

Schneedecke

Diese winterlichen Wetterbedingungen führten v.a. an Schattenhängen zu einem ungünstigen Aufbau der Schneedecke. Tief in der Altschneedecke sind besonders in hohen Lagen und im Hochgebirge kantig aufgebaute Schwachschichten vorhanden.
Frischere Triebschneeansammlungen entstanden vor allem in windgeschützten Lagen. Die verschiedenen Triebschneeansammlungen sind teilweise schlecht miteinander verbunden. Der untere Teil der Schneedecke ist feucht. Dies besonders in tiefen und mittleren Lagen.

Tendenz


Gefahrenstufe

Waldgrenze
Lawinenproblem
Triebschnee
Waldgrenze
Gleitschnee
2600m


Triebschnee ist die Hauptgefahr. Zudem sind einzelne Gleitschneelawinen möglich.

Die teils großen Triebschneeansammlungen der letzten Woche müssen vor allem an den Expositionen West über Nord bis Ost oberhalb der Waldgrenze vorsichtig beurteilt werden. Sie sind teilweise dick und vor allem mit großer Belastung auslösbar.
An sehr steilen Grashängen und an Sonnenhängen sind Gleitschneelawinen möglich, auch recht große. Exponierte Teile von Verkehrswegen können besonders in den schneereichen Gebieten vereinzelt gefährdet sein. Zonen mit Gleitschneerissen sollten gemieden werden.
Lawinen können vereinzelt in tiefen Schichten ausgelöst werden und vereinzelt groß werden. Dies aus sehr steilen noch nicht entladenen Einzugsgebieten in hohen Lagen und im Hochgebirge. Vorsicht vor allem an Übergängen von wenig zu viel Schnee.

Schneedecke

gm.2: gleitschnee
gm.6: lockerer schnee und wind

Die Schneedecke ist recht gut verfestigt. Frischere Triebschneeansammlungen liegen vor allem in Rinnen, Mulden und hinter Geländekanten. Die verschiedenen Triebschneeansammlungen sind teilweise schlecht miteinander verbunden. Dies in hohen Lagen und im Hochgebirge. Der obere Teil der Schneedecke ist weich, mit Oberflächenreif auf der Oberfläche. Tief in der Altschneedecke sind besonders in hohen Lagen und im Hochgebirge kantig aufgebaute Schwachschichten vorhanden. Der untere Teil der Schneedecke ist feucht. Dies besonders in tiefen und mittleren Lagen.

Tendenz

Die Lawinengefahr bleibt bestehen. Einzelne Gleitschneelawinen können auch in der Nacht abgehen.


Gefahrenstufe

2000m
Lawinenproblem
Triebschnee
2000m


Vorsicht vor Triebschnee.

Die schon etwas älteren Triebschneeansammlungen bilden die Hauptgefahr. Sie können vor allem an den Expositionen Nordwest über Nord bis Nordost in hohen Lagen vor allem mit großer Zusatzbelastung ausgelöst werden. Sie sind meist klein.

Schneedecke

gm.6: lockerer schnee und wind
gm.8: eingeschneiter oberflächenreif

In den letzten Tagen entstanden in hohen Lagen teils störanfällige Triebschneeansammlungen. Die Altschneedecke ist teils schwach, besonders an steilen Schattenhängen in hohen Lagen. In tiefen und mittleren Lagen liegt wenig Schnee. Die Schneedecke ist weich, mit Oberflächenreif auf der Oberfläche, v.a. im Bereich der Waldgrenze. Die frischen Triebschneeansammlungen liegen teilweise auf Oberflächenreif.

Tendenz

Die Lawinengefahr bleibt bestehen.