Lawinen.report

Donnerstag 17.12.2020

Veröffentlicht am 16.12.2020 um 17:00


Gefahrenstufe

2600m
Lawinenproblem
Gleitschnee
2600m
Triebschnee
2600m


Vorsicht in Hängen mit Gleitschneerissen.

Die Gefahr von Gleitschneelawinen bleibt bestehen. An sehr steilen Grashängen und an Sonnenhängen sind weiterhin Gleitschneelawinen möglich, auch recht große. Exponierte Teile von Verkehrswegen können besonders in den schneereichen Gebieten vereinzelt gefährdet sein. Zonen mit Gleitschneerissen sollten gemieden werden.
Die Triebschneeansammlungen der letzten Woche müssen vor allem an den Expositionen Nordwest über Nord bis Nordost oberhalb von rund 2600 m vorsichtig beurteilt werden. Diese liegen vor allem an kammnahen Schattenhängen auf einer ungünstigen Altschneeoberfläche.

Schneedecke

gm.2: gleitschnee
gm.6: lockerer schnee und wind

Der obere Teil der Schneedecke ist recht homogen, mit einer lockeren Oberfläche. Mit milden Temperaturen setzte sich die Schneedecke. In den letzten Tagen entstanden vor allem an kammnahen Nordwest-, Nord- und Nordosthängen teils störanfällige Triebschneeansammlungen.
Die Altschneedecke ist stellenweise ungünstig. Der untere Teil der Schneedecke ist kantig aufgebaut und schwach. Bodennahe Schwachschichten können sehr vereinzelt noch ausgelöst werden. Der obere Bereich der Schneedecke ist feucht, v.a. an sehr steilen Sonnenhängen sowie in tiefen und mittleren Lagen.

Tendenz

Kaum Rückgang der Gefahr.


Gefahrenstufe

2200m
Lawinenproblem
Altschnee
2200m
Triebschnee
2600m


Schwachschichten im unteren Teil der Schneedecke erfordern Vorsicht und Zurückhaltung.

Ausgeprägte Schwachschichten im unteren Teil der Schneedecke können von einzelnen Wintersportlern ausgelöst werden. Vorsicht vor allem an steilen Schattenhängen oberhalb von rund 2200 m sowie an steilen Sonnenhängen oberhalb von rund 2600 m, auch an eher schneearmen Stellen sowie an Übergängen von wenig zu viel Schnee wie z.B. bei der Einfahrt in Rinnen und Mulden. Lawinen sind sehr vereinzelt groß.
Die älteren Triebschneeansammlungen sollten vorsichtig beurteilt werden, vor allem in Kammlagen, Rinnen und Mulden oberhalb von rund 2600 m. Diese können teilweise von einzelnen Wintersportlern ausgelöst werden. Vor allem in den Föhngebieten wuchsen die Triebschneeansammlungen nochmals an.
An steilen Grashängen sind Gleitschneelawinen möglich, vor allem solche mittlerer Größe, besonders an sehr steilen Sonnenhängen unterhalb von rund 2600 m.
Die aktuelle Lawinensituation erfordert Erfahrung in der Beurteilung der Lawinengefahr und eine vorsichtige Routenwahl.

Schneedecke

gm.1: bodennahe schwachschicht
gm.2: gleitschnee

Steile Schattenhänge: Die Altschneedecke ist stellenweise störanfällig. Der obere Teil der Schneedecke ist recht homogen, mit einer lockeren Oberfläche. Der untere Teil der Schneedecke ist kantig aufgebaut und schwach. Verschiedene Triebschneeschichten liegen auf weichen Schichten, v.a. in Kammlagen. Lawinenabgänge und Stabilitätstests bestätigen den ungünstigen Schneedeckenaufbau. Wummgeräusche und Risse beim Betreten der Schneedecke sind deutliche Zeichen eines schwachen Schneedeckenaufbaus.
Sehr steile Sonnenhänge sowie tiefe und mittlere Lagen: Der obere Teil der Schneedecke ist feucht.

Tendenz

Kaum Rückgang der Gefahr.


Gefahrenstufe

2400m
Lawinenproblem
Triebschnee
2400m
Gleitschnee
2600m


Alter Triebschnee ist die Hauptgefahr. Zudem sind einzelne Gleitschneelawinen möglich.

Die teils großen Triebschneeansammlungen bleiben v.a. an den Expositionen Nordwest über Nord bis Nordost oberhalb von rund 2400 m teilweise störanfällig. Sie sind vor allem mit großer Belastung in ihren Randbereichen auslösbar. Mit der tageszeitlichen Erwärmung und der Sonneneinstrahlung sind im Tagesverlauf trockene und feuchte Lawinen möglich.
An sehr steilen Grashängen und an Sonnenhängen sind nur noch vereinzelt Gleitschneelawinen möglich, auch recht große. Exponierte Teile von Verkehrswegen können in den schneereichen Gebieten vereinzelt gefährdet sein. Vorsicht in Hängen mit Gleitschneerissen.
Lawinen können vereinzelt in tiefen Schichten ausgelöst werden und recht groß werden. Dies aus sehr steilen noch nicht entladenen Einzugsgebieten in hohen Lagen und im Hochgebirge. Vorsicht vor allem an Übergängen von wenig zu viel Schnee.

Schneedecke

gm.2: gleitschnee

Sonne und Wärme führten am Mittwoch v.a. an Sonnenhängen zu einer Anfeuchtung der Schneedecke. Frischere Triebschneeansammlungen liegen vor allem in Rinnen, Mulden und hinter Geländekanten. Die verschiedenen Triebschneeansammlungen sind teilweise schlecht miteinander verbunden. Tief in der Altschneedecke sind besonders in hohen Lagen und im Hochgebirge kantig aufgebaute Schwachschichten vorhanden. Dies in hohen Lagen und im Hochgebirge. Die Schneedecke ist recht homogen, mit einer Schmelzharschkruste an der Oberfläche. Dies an Sonnenhängen unterhalb von rund 2500 m.

Tendenz

Die Lawinengefahr bleibt bestehen. Zudem sind einzelne Gleitschneelawinen möglich.


Gefahrenstufe

2000m
Lawinenproblem
Triebschnee
2000m


Vorsicht vor Triebschnee.

Die schon etwas älteren Triebschneeansammlungen bilden die Hauptgefahr. Sie können vor allem an den Expositionen Nordwest über Nord bis Nordost in hohen Lagen vor allem mit großer Zusatzbelastung ausgelöst werden. Sie sind meist klein.

Schneedecke

gm.6: lockerer schnee und wind
gm.8: eingeschneiter oberflächenreif

In den letzten Tagen entstanden in hohen Lagen teils störanfällige Triebschneeansammlungen. Die Altschneedecke ist teils schwach, besonders an steilen Schattenhängen in hohen Lagen. In tiefen und mittleren Lagen liegt wenig Schnee. Der obere Bereich der Schneedecke ist feucht, v.a. an sehr steilen Sonnenhängen sowie in tiefen und mittleren Lagen.

Tendenz

Die Lawinengefahr bleibt bestehen.