Lawinen.report

Donnerstag 31.12.2020

Veröffentlicht am 30.12.2020 um 17:00


Gefahrenstufe

Waldgrenze
Lawinenproblem
Triebschnee
Waldgrenze
Triebschnee
Waldgrenze


Vorsicht vor frischem und älterem Triebschnee.

An Triebschneehängen verbreitet kritische Lawinensituation. Die frischen und schon etwas älteren Triebschneeansammlungen können an allen Expositionen leicht ausgelöst werden. Vorsicht vor allem in Kammlagen, Rinnen und Mulden. Die Lawinen sind meist mittelgroß. Gefahrenstellen und Auslösebereitschaft nehmen mit der Höhe zu. Vorsicht und Zurückhaltung sind nötig.

Schneedecke

gm.6: lockerer schnee und wind

Am Montag fielen 20 bis 40 cm Schnee, lokal auch mehr. Mit starkem Wind aus südwestlichen Richtungen entstanden an allen Expositionen störanfällige Triebschneeansammlungen. Der Triebschnee liegt oft auf weichen Schichten. Neu- und Triebschnee liegen teilweise auf Oberflächenreif, vor allem im Bereich der Waldgrenze. Stabilitätstests und Beobachtungen im Gelände bestätigen diese Situation. Diese Gefahrenstellen sind teils überschneit und auch für Geübte kaum zu erkennen. Die Altschneedecke ist weitgehend stabil.

Tendenz

Frischen Triebschnee vorsichtig beurteilen. Anstieg der Lawinengefahr mit Neuschnee und Wind, vor allem im Süden.


Gefahrenstufe

Waldgrenze
Lawinenproblem
Triebschnee
Waldgrenze
Altschnee
2200m


Triebschnee kritisch beurteilen.

Frischer Triebschnee ist die Hauptgefahr. Die frischen und schon etwas älteren Triebschneeansammlungen können besonders an steilen Schattenhängen oberhalb der Waldgrenze schon von einzelnen Wintersportlern leicht ausgelöst werden, Vorsicht vor allem in Kammlagen, Rinnen und Mulden. Die Lawinen sind meist mittelgroß. Anzahl und Größe der Gefahrenstellen nehmen mit der Höhe zu.
Schwachschichten im unteren Teil der Schneedecke können vereinzelt noch von einzelnen Wintersportlern ausgelöst werden. Vorsicht vor allem an steilen Schattenhängen oberhalb von rund 2200 m, besonders an eher schneearmen Stellen sowie an Übergängen von wenig zu viel Schnee wie z.B. bei der Einfahrt in Rinnen und Mulden.

Schneedecke

gm.6: lockerer schnee und wind
gm.1: bodennahe schwachschicht

Der Triebschnee liegt oft auf weichen Schichten, auch unterhalb der Waldgrenze. Die Triebschneeansammlungen liegen in mittleren und hohen Lagen teilweise auf Oberflächenreif. Schneeprofile bestätigen diese Situation.
Steile Schattenhänge: Die Altschneedecke ist stellenweise störanfällig. Der untere Teil der Schneedecke ist kantig aufgebaut und schwach. Wummgeräusche und Risse beim Betreten der Schneedecke sind deutliche Zeichen eines schwachen Schneedeckenaufbaus.

Tendenz

Frischen Triebschnee vorsichtig beurteilen.