Lawinen.report

Montag 22.02.2021

Veröffentlicht am 21.02.2021 um 17:00

VORMITTAG

Gefahrenstufe


Lawinenproblem
Nassschnee
Gleitschnee
2200m

NACHMITTAG

Gefahrenstufe


Lawinenproblem
Nassschnee
Gleitschnee
2200m

Feuchte und nasse Lawinen beachten. Verbreitet Erwärmung.

Allmählicher Anstieg der Gefahr von feuchten und nassen Lawinen mit der tageszeitlichen Erwärmung und der Sonneneinstrahlung. Stellenweise können feuchte Lawinen auch in tiefe Schichten durchreißen und recht groß werden.
Zudem besteht eine nicht zu unterschätzende Gefahr von Gleitschneelawinen. Zonen mit Gleitschneerissen sollten gemieden werden.
Die schon etwas älteren Triebschneeansammlungen sollten vor allem im felsdurchsetzten Gelände vorsichtig beurteilt werden. Sie können an steilen Schattenhängen oberhalb der Waldgrenze vor allem mit großer Zusatzbelastung ausgelöst werden.
Touren sollten früh gestartet und beendet werden. Variantenabfahrten erfordern eine gewisse Zurückhaltung.

Schneedecke

gm.10: frühjahrssituation

Die meteorologischen Bedingungen erlaubten vor allem an Sonnenhängen eine allmähliche Verfestigung der oberflächennahen Schneeschichten. Die nicht mehr ganz frischen Triebschneeansammlungen bleiben an steilen Schattenhängen teilweise störanfällig.
Im mittleren Teil der Schneedecke sind v.a. im Bereich der Waldgrenze kantig aufgebaute Schwachschichten vorhanden. Dies auch in Rinnen und Mulden unterhalb der Waldgrenze.
Der untere Teil der Schneedecke ist nass, mit einer nicht tragfähigen Schmelzharschkruste an der Oberfläche.

Tendenz

Mit der Erwärmung und Sonneneinstrahlung entsteht in den nächsten Tagen eine teils kritische Lawinensituation. Die Lawinengefahr steigt im Tagesverlauf markant an.

VORMITTAG

Gefahrenstufe

2400m
Lawinenproblem
Triebschnee
2400m

NACHMITTAG

Gefahrenstufe

2600m
Lawinenproblem
Nassschnee
2600m
Triebschnee
2400m

Nasse Lawinen im Tagesverlauf. Frischen Triebschnee beachten.

Nach klarer Nacht herrschen am Morgen recht günstige Verhältnisse. Mit der tageszeitlichen Erwärmung und der Sonneneinstrahlung steigt die Gefahr von Nass- und Gleitschneelawinen im Tagesverlauf deutlich an, Vorsicht an sehr steilen Sonnenhängen unterhalb von rund 2400 m sowie im felsdurchsetzten Steilgelände. Nasse Lawinen können die nasse Schneedecke mitreißen und groß werden. Touren sollten rechtzeitig beendet werden.

Mit starkem Südwestwind entstehen am Montag frische Triebschneeansammlungen. Die Triebschneeansammlungen sind meist gut erkennbar und vor allem mit großer Belastung auslösbar. Die Gefahrenstellen liegen vor allem an sehr steilen Schattenhängen oberhalb von rund 2200 m sowie in Kammlagen. Zudem können sehr vereinzelt Lawinen vereinzelt mit meist großer Belastung in tieferen Schichten ausgelöst werden, besonders an eher schneearmen Stellen. Solche Gefahrenstellen sind sehr selten.

Schneedecke

gm.10: frühjahrssituation
gm.6: lockerer schnee und wind

Die nächtliche Abstrahlung ist verbreitet gut. Die Schneeoberfläche gefriert tragfähig und weicht schneller auf als am Vortag, vor allem an steilen Sonnenhängen unterhalb von rund 2400 m. Die frühlingshaften Wetterbedingungen führen im Tagesverlauf zu einer zunehmenden Durchnässung der Schneedecke.
Der starke Wind verfrachtet den Altschnee. Die frischen und älteren Triebschneeansammlungen liegen vor allem an steilen Schattenhängen oberhalb von rund 2400 m auf weichen Schichten. Mit milden Temperaturen und Sonneneinstrahlung stabilisierten sich die Triebschneeansammlungen. Im mittleren Teil der Schneedecke sind an West-, Nord- und Osthängen vereinzelt störanfällige Schwachschichten vorhanden.

Tendenz

Nasse Lawinen im Tagesverlauf. Die spontane Lawinenaktivität nimmt mit der Erwärmung und der Sonneneinstrahlung zu.

VORMITTAG

Gefahrenstufe

2400m
Lawinenproblem
Triebschnee
2400m

NACHMITTAG

Gefahrenstufe

2600m
Lawinenproblem
Nassschnee
2600m
Triebschnee
2400m

Anstieg der Gefahr von nassen Lawinen im Tagesverlauf. Frischen Triebschnee beachten.

Nach klarer Nacht herrschen am Morgen recht günstige Verhältnisse, dann steigt die Gefahr von nassen Lawinen an. Am Nachmittag sind viele Nass- und Gleitschneelawinen zu erwarten, besonders an sehr steilen Sonnenhängen unterhalb von rund 2600 m sowie im felsdurchsetzten Steilgelände. Diese können oft mittlere Größe erreichen. Touren sollten früh gestartet und rechtzeitig beendet werden.
Mit mäßigem bis starkem Südföhn entstehen frische Triebschneeansammlungen. Diese können besonders an sehr steilen Schattenhängen oberhalb von rund 2400 m vereinzelt ausgelöst werden. Vorsicht vor allem in Kammlagen. Gefahrenstellen und Auslösebereitschaft nehmen in den Föhngebieten zu.

Schneedecke

gm.10: frühjahrssituation
gm.6: lockerer schnee und wind

Die nächtliche Abstrahlung war verbreitet gut. Die Schneeoberfläche gefriert tragfähig und weicht im Tagesverlauf auf. Die Wärme führt zu einer allmählichen Durchnässung der Schneedecke, vor allem an steilen Sonnenhängen unterhalb von rund 2600 m.
Die meist kleinen Triebschneeansammlungen der letzten Tage liegen vor allem an steilen Schattenhängen oberhalb von rund 2400 m auf weichen Schichten. Mit milden Temperaturen und Sonneneinstrahlung stabilisierten sich die Triebschneeansammlungen. Im mittleren Teil der Schneedecke sind vereinzelt störanfällige Schwachschichten vorhanden. In tiefen Lagen liegt wenig Schnee.

Tendenz

Anstieg der Gefahr von nassen Lawinen mit der tageszeitlichen Erwärmung.